Bewerbung für Ferienjobs

Ein Ferienjob ist eine tolle Möglichkeit, in den Schulferien etwas Geld dazuzuverdienen und erste Arbeitserfahrungen zu sammeln. Je nach Standort, Interessen und Fähigkeiten, haben Schüler und Studenten viele verschiedene Jobmöglichkeiten und Einsatzgebiete.

Bei der Bewerbung auf einen Ferienjob, solltest du bei der Jobsuche clever und professionell auftreten und dich bei der Bewerbung ins Zeug legen. Neben einer geschickten und strategischen Jobsuche kommt es bei der Bewerbung vor allem auch auf ansprechende Bewerbungsunterlagen an.

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Tipp: Professionelle Muster und Vorlagen für Lebenslauf und Anschreiben können bei der Erstellung der Bewerbung helfen und dir die Suche nach einem Ferienjob um einiges erleichtern.

Beispiele von Ferienjobs

Ferienjobs werden sowohl von Schülern während der Sommerzeit sowie von Studenten in den Semesterferien gesucht und sind sehr beliebt.

icon tipp2Tipp: Mache dich rechtzeitig auf die Suche und gehe dabei mit Engagement vor, um einen der beliebten Ferienjobs zu ergattern.

Wer in touristisch attraktiven Gegenden wohnt oder viel Industrie in seinem Heimatort hat, ist dabei im Vorteil, aber auch in ruhigeren Gegend lassen sich saisonale Jobs für die Sommerferien finden, egal ob wenige Stunden in Teilzeit als Babysitter oder Vollzeit in der Produktion oder im Tourismus.

Bei der Jobsuche sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Erhöhter Personalbedarf besteht im Sommer zum Beispiel bei Eisdielen, in Restaurants und Hotels. Als Eisverkäufer, Kellner oder Zimmermädchen kannst du wertvolle Erfahrungen in der Hotellerie und Gastronomie sammeln und deine Stressresistenz unter Beweis stellen. Saisonweise suchen auch Gärtnereien und landwirtschaftliche Betriebe oder Produktionsbetriebe zum Beispiel in der Automobilbranche nach fleißigen und geschickten Ferienjobbern. Auch in der Pflege und im sozialen Bereich werden während der Urlaubszeit häufig Helfer gesucht, falls du ein Händchen im Umgang mit Menschen hast ist dies eine tolle Erfahrung, die sich auch noch gut im Lebenslauf macht.

Während einige Ferienjobs wie zum Beispiel Babysitter oder Zeitungsausträger in Teilzeit ausgeübt werden, sind andere Jobs sehr intensiv und können sogar eine Unterbringung an einem anderen Ort erfordern – zum Beispiel, wenn du in der Hochsaison als Kellner oder Zimmermädchen in einem touristischen Gebiet arbeiten möchtest. Wie wäre es mit einem Job auf einer Nordseeinsel oder in den Bergen?

Gute Gründe für einen Ferienjob

Ein Ferienjob bringt nicht nur Geld in die knappe Kasse von Schülern und Studenten, sondern bietet auch die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und den Arbeitsmarkt kennenzulernen. Wer sich erfolgreich um einen Ferienjob bewirbt, beweist Durchsetzungskraft und Wille und hat Pluspunkte, wenn es später an die Jobsuche geht.

Die Kontakte, die du als Ferienjobber machst, können dir sogar bei der späteren Job- oder Ausbildungssuche helfen und der Job an sich lehrt vieles über das Arbeitsleben. Ein Ferienjob bietet außerdem eine tolle Abwechslung zum gewohnten Schulalltag und motiviert dich, deine berufliche Zukunft anzupacken und Neues zu entdecken. Also los, ran an die Bewerbung!

Wie du einen Ferienjob findest

Jobbörsen für Ferien- oder Saisonjobs im Internet oder bei regionalen Tageszeitungen bieten eine gute Möglichkeit, Ferienjobs zu finden. Auf Schüler- und Studenten spezialisierte Jobbörsen können ein guter Startpunktsein, aber auch die Bundesagentur für Arbeit listet auf ihrer Webseite Ferienjobs.

Häufig führt auch die Suche über Freunde und Verwandte zum Erfolg – zum Beispiel, wenn in der Firma des Onkels dringend Aushilfen gesucht werden oder Nachbarn von einem Jobangebot wissen. Hier hilft Mund zu Mund Propaganda und geschicktes Nachfragen im Bekanntenkreis – das Netzwerken schadet nicht und kann bei der Bewerbung so einiges erleichtern.

Es lohnt sich übrigens auch ohne Kontakte, in umliegenden Unternehmen nachzufragen – oder direkt eine Initiativbewerbung abzugeben. Wer so sucht, beweist Kreativität, Mut und Entschlossenheit und erfährt womöglich noch vor allen anderen von einem Ferienjob – bevor dieser überhaupt ausgeschrieben wird. Unternehmen vergeben gern Ferienjobs an engagierte Schüler aus der Region und knüpfen auf diese Weise erste Kontakte mit potentiellen Arbeitnehmern.

Wer Initiative zeigen will, kann auch einen Aushang mit dem eigenen Jobprofil im nahgelegenen Supermarkt oder am Schwarzen Brett der Gemeinde / Stadt oder in Bürger- und Kulturzentren machen und so auf sich aufmerksam machen.

Die Bewerbung – was gehört da rein?

Die Bewerbungsunterlagen für einen Ferienjob bestehen aus einem einseitigen tabellarischen Lebenslauf für Schüler und maximal zwei Seiten für Studenten. Dazu kommt ein kurzes Anschreiben in dem sich der Bewerber vorstellt und seine Motivation darlegt. Zum Schluss werden Anlagen wie Zeugnisse, Bescheinigungen und Nachweise angefügt. Auf ein Deckblatt kann verzichtet werden. Während das beigefügte Foto keine Pflicht ist, so ist es in Deutschland üblich und verleiht der Bewerbung eine persönlichere Note.

Vorlagen für die Ferienjob-Bewerbung

Schau dir am besten verschiedene Muster und Vorlagen an, um zu entscheiden, welcher Stil am besten zu dir und deinem Profil passt. Auf unserer Webseite findest du viele verschiedene Lebenslaufmuster und Vorlagen sowie hilfreiche Tipps zum Anschreiben und zur Gestaltung der Bewerbung. Schaue dir einfach unsere Bewerbungsmuster an.

Bewerbungstipps – Checkliste

  • Der Lebenslauf sollte gut strukturiert, tabellarisch aufgebaut und fehlerfrei sein. Eine Seite ist meist ausreichend!
  • Wenn du ein Foto hinzufügst, dann achte darauf, dass du freundlich und professionell aussieht und selbstbewusst wirkst
  • Achte darauf, den richtigen Ansprechpartner auszuwählen
  • Lasse deine Unterlagen von einem Freund oder Familienmitglied checken
  • Erkläre im Anschreiben, warum dich die Arbeit interessiert und warum du zu dem Unternehmen passt, betone deine Stärken und Interessen
  • Nenne spezielle Interessen, Talente oder Hobbies und deine Zukunftspläne

Gesetzliche Grundlagen

Für minderjährige Ferienjobber gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz:

  • Schüler und Studenten ab 18 Jahren dürfen jährlich an 50 Tagen arbeiten.
  • 15 bis 17-jährige dürfen maximal 4 Wochen pro Jahr 40 Stunden pro Woche arbeiten, sofern dies in den Schulferien geschieht, die Arbeit tagsüber stattfindet und die Wochenenden frei sind.
  • Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren dürfen nur mit Zustimmung der Eltern und nur ganz bestimmte Jobs ausüben. Die Arbeitszeit ist auf maximal zwei Stunden pro Tag zwischen 8 und 18 Uhr begrenzt (mit wenigen Ausnahmen). Beispiele: Babysitter, Nachhilfelehrer, in der Gartenarbeit oder Zeitungsaustragen. Unter 13-Jährige dürfen prinzipiell nicht arbeiten.

Steuern sowie Beiträge für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung müssen bei einer vierwöchigen Tätigkeit noch nicht gezahlt werden, eine Lohnsteuerkarte muss aber trotzdem präsentiert werden. Studenten und Schüler, die bereits volljährig sind und mehr als vier Wochen pro Jahr arbeiten, sollten sich über die Konsequenzen für Bafög und Kindergeld informieren. Wer außerdem auch während der Schulzeit oder im Semester jobbt, sollte die gültigen Einkommensgrenzen für Schüler und Studenten kennen.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt!

Ein Ferienjob eignet sich hervorragend, um erste Joberfahrungen zu sammeln, in eine bestimmte Branche hinein zu schnuppern und etwas Geld zu verdienen. Das erste eigene Einkommen und die finanzielle Unabhängigkeit sind eine tolle Erfahrung und erlauben dir, für den nächsten Urlaub, persönliche Anschaffungen oder ein größeres Projekt zu sparen.

Eine professionelle und ansprechende Bewerbung ist die halbe Miete auf der Suche nach einem passenden Ferienjob! Nimm dir daher Zeit bei der Erstellung, schaue dir verschiedene Lebenslaufmuster und Vorlagen an und lasse deine Bewerbungsunterlagen am besten von jemand anderem durchchecken, bevor es ans Bewerben geht. Der Ferienjobsuche sollte dann nichts mehr im Weg stehen und der Sommer kann kommen!