Der Curriculum Vitae oder kurz „CV“ ist Kern der Bewerbungsunterlagen. Er wird oft als erstes gelesen und in Sekundenschnelle überflogen und bewertet – dementsprechend ansprechend und gut strukturiert sollte der CV sein. Im Folgenden findest du wichtige Hilfestellungen und Tipps zur Umsetzung, damit der perfekten Bewerbung nichts mehr im Wege steht.

Der Begriff Curriculum Vitae kommt aus dem Lateinischen und bedeutet direkt übersetzt Lebenslauf bzw. Lauf (Curriculum) des Lebens (vitae). Die Verwendung des Begriffes kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum und beschreibt – strenggenommen – den typischen britischen CV, allerdings wird das Kürzel CV heute auch häufig synchron für den deutschen Lebenslauf verwendet.

Muster und Vorlagen als Hilfe

Es gibt zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für den CV und es ist wichtig, dass dein CV sowohl zu dir als auch zu der Stelle und dem Unternehmen passt. Schauen dir am besten unsere Bewerbungsmuster an, um eine Idee von den verschiedenen Optionen zu bekommen und das für dich passende Design zu wählen.

Unterschiede: CV, Lebenslauf, Résumé

Die Verwendung der Bezeichnung CV kommt in Deutschland immer häufiger synchron mit dem Lebenslauf vor. In anderen Ländern ist mit dem Begriff CV jedoch nicht zwangsläufig das Gleiche gemeint wie in Deutschland. Der in Großbritannien typische CV beispielsweise ist generell zwei- oder mehrseitig und sehr detailliert. Das in den USA übliche Resume hingegen ist in der Regel maximal eine Seite lang, beinhaltet lediglich die wichtigsten Stationen und Höhepunkte der Karriere und ist eher anonym gehalten.

Der in Deutschland verwendete CV ist meist identisch mit dem typischen tabellarischen Lebenslauf.

Gestaltung des CV: Worauf kommt es an?

Länge und Details des CVs: Der CV sollte gewöhnlich zwischen ein und zwei Seiten lang sein. Bei Berufsanfängern und Bewerbungen für Praktika ist eine Seite angemessen, Bewerber mit mehrjähriger Berufserfahrung können bis zu zwei Seiten füllen. Drei Seiten sind erst ab einer Berufserfahrung von fünf Jahren und häufigem Wechsel von Aufgabenbereich oder Unternehmen zu empfehlen.

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Tipp: Falls es dir schwerfällt, dich auf ein oder zwei Seiten zu beschränken, schaue dir Lebenslaufmuster an, um das Design des CVs anzupassen. Durch geschickte Gestaltung lässt sich der Platz optimal nutzen und der CV ansprechender gestalten!

Chronologisch vs. antichronologischer Aufbau

Der CV sollte antichronologisch aufgebaut sein. Dies bedeutet, dass die aktuelle oder letzte Beschäftigung zuerst gelistet wird und die vorausgegangenen Beschäftigungen zeitlich rückwärts aufgeführt werden. Die erste Anstellungen sollte also an unterster Stelle stehen. Auf diese Weise hat der Leser die relevantesten Punkte am schnellsten im Auge und muss nicht lange nach der aktuellen Beschäftigung des Bewerbers suchen.

Gliederung und Kategorien

Der CV wird in verschiedene Kategorien geteilt, die deinem Profil angepasst sein sollten. Generell gilt es hier einige Grundlagen zu befolgen. Du hast aber auch Gestaltungsspielraum, wenn es um die Auflistung spezieller Kenntnisse um die geht.

Die Grundbausteine eines CVs bilden folgende Abschnitte:

  • Persönliche Daten
  • Berufserfahrung
  • Bildungsweg/Ausbildung
  • Kenntnisse

Allen voran oder auch in einer Seiten- oder Kopfzeile sind normalerweise persönliche Daten und Kontaktdaten (Anschrift, Telefon, Handy, E-Mail) sowie biografische Angaben (Geburtsdatum und Ort, Nationalität, eventuell Familienstand) des Bewerbers untergebracht.

Darauffolgend wird normalerweise eine Kategorie mit dem Titel Beruflicher Werdegang / Stationen / Erfahrungen / Laufbahn eingefügt, in der bisherige Positionen lückenlos und antichronologisch gelistet und kurz erläutert werden. Hierbei ist nicht nur der Jobtitel und der Unternehmensname sowie die Beschäftigungsdauer wichtig, auch die wichtigsten Verantwortlichkeiten oder Erfolge sollten aufgelistet werden.

Im Anschluss wird der Bildungsweg inklusive Weiterbildungen antichronologisch gelistet. Junge Bewerber mit wenig Berufserfahrung dürfen hier auch die Schullaufbahn angeben, alle anderen lassen dies besser sein. Auch unabgeschlossene Ausbildungen sollten mit aufgeführt werden. Bewerber ohne Berufserfahrung stellen diesen Abschnitt an erster Stelle.

Anschließend folgen weitere Kenntnisse wie Sprach- und Computerkenntnisse.

Weitere Unterpunkte wie zum Beispiel , Auslandserfahrung, Weiterbildung, Referenzen, Auszeichnungen, Stipendien und Publikationen können auf Wunsch hinzugefügt werden, falls dies zur ausgeschriebenen Stelle passt. Allerdings sollten nicht zu viele Kategorien verwendet werden.

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Tipp: Professionelle Muster und Vorlagen für den CV können bei der Gliederung und Erstellung des CVs helfen und eine Orientierung bei der Wahl der passenden Kategorien, der Titelfindung und der Anordnung der einzelnen Elemente bieten.

Die Frage nach dem Foto

In Deutschland ist es, anders als zum Beispiel in den USA, üblich ein Foto beizulegen oder in den CV zu integrieren. Dies sollte professionell und aktuell sein und sowohl die Persönlichkeit des Bewerbers widerspiegeln als auch der Position und dem Unternehmen angepasst sein. Bewerbungen mit unprofessionellem Foto, oder gar ohne Foto werden gewöhnlich deutlich schlechter bewertet.

Datum und Unterschrift

Heutzutage genügt es das Anschreiben mit Datum und (digitaler) Unterschrift zu versehen. Im Lebenslauf ist das meist nicht mehr nötig. Bei Bewerbungen in konventionellen Berufen oder für konservative Unternehmen kann es aber von Vorteil sein.

CV für verschiedene Karrierestufen

Um wirklich auf den ersten Blick zu überzeugen, sollte der CV der Art des Unternehmens, der Branche und dem Job angepasst sein. Es ist also ein Unterschied, ob du dich bei einem Unternehmen, einer staatlichen Institution oder im Non-Profitbereich bewirbst und ob du Berufsanfänger, Senior mit einigen Jahren Erfahrung oder ein „alter Hase“ bist.

Während der CV eines berufsanfängers auf eine DIN A4 Seite passen sollte und in den meisten Branchen gern modern gehalten sein darf, greift die Vorstandssekretärin im traditionellen Familienunternehmen lieber auf eine klassische Bewerbungsvorlage zurück. Im kreativen Bereich hingegen dürfen jung wie alt ruhig auf ausgefallenere CV Muster setzen.

Checkliste für den perfekten CV

  • Der CV sollte an die ausgeschriebene Stelle angepasst sein (sowohl in Sachen Design und als auch in Bezug auf den Inhalt)
  • Er sollte übersichtlich und logisch strukturiert sein, sowie im ersten Eindruck überzeugen
  • Zwei Seiten sind für Berufserfahrene Bewerber ausreichend, drei Seiten sind das Maximum
  • Er ist antichronologisch geordnet und beginnt mit den wichtigsten Informationen, zum Beispiel der aktuellen oder letzten Beschäftigung
  • Ein Foto gehört zum CV in Deutschland (anders als in vielen anderen Ländern) dazu