Berufserfahrung

Als zentraler Teil des Lebenslaufs umfasst der Bereich Berufserfahrung die wichtigsten praktischen Erfahrungen. Der Bezug zur beworbenen Stelle ist hier besonders wichtig. Jede Station sollte Erfahrungen und Eigenschaften zeigen, die dich für die Stelle qualifizieren.

Im Bereich Berufserfahrung werden relevante Praxiserfahrungen genannt, die dich für die Stelle qualifizieren. Das können Nebenjobs, mehrjährige Vollzeitbeschäftigungen, Praktika und auch relevante studienbegleitende Tätigkeiten und Projektarbeiten sein.

Hier kommt es nicht darauf an, nur Erfahrungen zu nennen die du direkt in dem Beruf gemacht hast, sondern alle praktische Erfahrungen, durch die du relevante Fähigkeiten erlernt hast.

Tipp: Wenn du wenig oder keine Erfahrung in dem beworbenen Beruf gemacht hat, nimm Projektarbeiten und relevante studienbegleitende Tätigkeiten mit auf und nenne den Bereich allgemeiner „Praxiserfahrung“.

Auf das Wichtigste konzentrieren

Je mehr Berufserfahrung du vorweisen kannst, umso wichtiger ist es, sich auf jene Stationen zu beschränken, die den Arbeitgeber am stärksten von den eigenen Fähigkeiten überzeugen.

Was möchte der Arbeitgeber gerne lesen?

Wähle anhand der gesuchten Fähigkeiten und Qualifikationen aus der Stellenbeschreibung, welche Erfahrungen du in den Lebenslauf aufnimmst und wie genau du sie beschreibst.

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Hinweis: Einige Schlüsselwörter sollten in dem Lebenslauf vorkommen. Kopiere jedoch nicht Wort für Wort aus der Stellenbeschreibung. Das fällt schnell auf und die Bewerbung landet in der Ablage.

Was soll ich mit aufnehmen?

Wer schon einige Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, sollte hier auf eine lange Liste von allen früheren Nebenjobs, Praktika und kleinen Projekten verzichten. Der Gesamteindruck beim Personaler wird besser sein, wenn du dich auf die Goldstücke Deines Werdegangs beschränkst und den Lebenslauf leserfreundlich, knapp und übersichtlich hältst. Lange zurückliegende Praktika können dann nicht mehr als Einstellungsargument für sich genutzt werden und sollten daher ausgelassen werden.

Bei jüngeren Bewerbern sollten auch Nebenjobs aufgeführt werden, denn sie zeigen, dass man sich selbst finanzieren kann und keine Mühe scheut.

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Hinweis: Viel ist nicht gleich besser! Umso mehr Stationen du aufnimmst, die keinen starken Bezug zur Stelle haben, desto mehr verwässert der Lebenslauf. Lasse weniger relevante Stationen weg, oder stelle sie kurz dar, falls Lücken entstehen würden.

Erfahrungen wie Work & Travel Programme, ein Aufenthalt als Au-pair oder Sprachreisen, bei denen das Erlernen der Sprache oder das Kennenlernen der Kultur des Gastlandes im Vordergrund steht, können unter dem Gliederungspunkt Auslandserfahrung angeführt werden.

Aufbau einer Station

Wie im gesamten Lebenslauf, wird auch hier mit den aktuellsten Informationen begonnen. Die folgenden Informationen sollten immer mit angegeben werden:

Zeitliche Daten (MM/JJJJ): Sowohl Monat als auch Jahr von Beginn und Ende des Beschäftigungsverhältnisses werden geschrieben. Bewerber, die sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, schreiben „seit 11/2010“ oder „11/2010 – heute“.

Berufsbezeichnung: Die Bezeichnung des ehemaligen Berufs, beispielsweise „Automobilkauffrau“, wird hier eingefügt. Eine Liste offizieller Berufsbezeichnungen ist hier zu finden. Praktika oder Traineestellen in bestimmten Abteilungen können bezeichnet werden als z.B. „Praktikum im Bereich Marketing“.

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Tipp: Die Berufsbezeichnung gibt dem Arbeitgeber einen schnellen Eindruck, was du gemacht hast. Um die Lesefreundlichkeit des Lebenslaufs zu erhöhen, hebe diese Information besonders hervor.

Informationen zum Unternehmen und Beschäftigungsort: Der vollständige Unternehmensname inklusive Rechtsform sollte direkt nach der Berufsbezeichnung folgen. Hier kann dann auch gleich der Arbeitsort angeführt werden.

Damit der Arbeitgeber besser einschätzen kann, in welchem Umfeld du gearbeitet hast, ist es sinnvoll, zusätzliche Hintergrundinformationen zum Unternehmen zu geben. Zum Beispiel kann die Branche/Geschäftsfeld angegeben werden. Wenn das Unternehmen sich zusätzlich besonders auszeichnet wie z.B. als „Größter Hersteller für Luftkissenfolie in Deutschland“, sollten diese Informationen auch erwähnt werden. Das zeigt, dass Du bei einem erfolgreichen Unternehmen gearbeitet hast. Angaben zu Größe, wie Mitarbeiterzahl und Umsatz sollten nur gemacht werden, wenn der Arbeitgeber nach einer Person mit Erfahrung in diesem Umfeld sucht.

Hauptaufgaben und Erfolge: Hier wird dargestellt, welche Aufgaben und Kompetenzen sich hinter deiner Position verbergen, sowie was du erreicht hast.

Führe zwei bis fünf Tätigkeiten oder Tätigkeitsgruppen in Stichpunkten auf, die im Idealfall widerspiegeln, was in der Stellenbeschreibung gesucht ist. Beschreibe deine Aufgaben, welche Techniken oder relevanten Werkzeuge du dabei angewendet oder an welchen Projekte du gearbeitet hast.

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Tipp: Beschreibe deine Aufgaben ergebnisorientiert, um dem Arbeitgeber einen besseren Einblick in deine Arbeitsleistungen zu geben. Verwende dafür idealerweise Zahlen oder nenne besondere Erfolge und Auszeichnungen.

Beispiel:

berufserfahrung lebenslauf beispiel

Lebenslauf-Muster kostenlos herunterladen ›

Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf wie Elternzeiten, Zeiten der Arbeitssuche, Auszeiten oder Sabbaticals, die größer als drei Monate sind, sollten hier klar und deutlich aufgeführt und keinesfalls versteckt werden. Eine entsprechende Frage im Bewerbungsgespräch kann ansonsten unangenehm werden.

Von Anfang an sollte ein offener und ehrlicher Eindruck vermittelt werden, um eine gute Vertrauensbasis aufzubauen. Diese ist wichtige Voraussetzung, um eingestellt zu werden.

Auch hier kommt es auf die Präsentation an. Neutrale oder positive Bezeichnungen wie „berufliche Neuorientierung“ oder „arbeitssuchend“ machen sich besser auf dem Lebenslauf als „arbeitslos“. Auf eine Lücke sollte auch immer kurz und knapp ein plausibler Grund folgen. Es muss deutlich werden, dass du die Zeit sinnvoll genutzt hast wie zum Beispiel für die eigene Entwicklung, Fortbildungen oder das Sorgen für die Kinder. Von langen Erklärungen ist abzusehen. Man sollte jedoch vorbereitet sein, im Vorstellungsgespräch weitere Ausführungen zu geben.

Muster und Vorlagen

Muster und Vorlagen sind ideal für den Schnellstart in die Bewerbung und als Inspirationsquelle. Sie enthalten einen korrekten Aufbau und eine ansprechende äußere Gestaltung. Alle Muster sind vollständig anpassbar und mit MS Word zu bearbeiten.

Das Design der Bewerbung bestimmt den wichtigen ersten Eindruck, zeigen Studien. Daher sollte sowohl der Inhalt als auch die Form überzeugen.